Vergütungsvereinbarung

Es gibt Sachverhalte und Fallkonstellationen, die einen Aufwand erfordern, der in keinem Verhältnis zu den gesetzlichen Gebühren steht, wie es das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz vorgibt. Es macht für mich keinen Sinn, in einer Sache mit sehr niedrigem Streit- / Gegenstandswert beispielsweise Porto auf Briefe zu kleben, das die gesetzlichen Gebühren übersteigt. Es macht auch keinen Sinn für mich, stundenlange Beratungsgespräche etc. zu führen, wenn zum Schluss nichts verdient wird. Zwar ist der Rechtsanwalt ein unabhängiges „Organ der Rechtspflege“, dem in unserem freiheitlichen Rechtsstaat eine wichtige Rolle zugedacht ist, doch bin ich auch Unternehmer, der ein rendite- und gewinnorientiertes Unternehmen zu führen hat.

Ich lebe von meiner Tätigkeit als Rechtsanwalt, ernähre durch diese Tätigkeit meine Familie und erbringe für meine Mandanten vielfältige Rechtsdienstleistungen zwar mit viel Spaß und Freude, jedoch nicht aus Spaß an der Freude ! Es gehört zur „Politik“ meiner Kanzlei - zur Vermeidung späterer Verwirrung etc. - gleich eingangs auf die zu erwartenden Kosten hinzuweisen und meinen Mandanten in solchen Fällen, die für mich andernfalls (betriebswirtschaftlich) nicht darstellbar sind, den Abschluss einer Vergütungsvereinbarung anzutragen, ohne die ich die Bearbeitung gewisser Sachen nicht übernehmen kann. Hieran ändert sich auch nichts, wenn der Mandant im Besitz einer eintrittspflichtigen Rechtsschutzversicherung ist. Rechtsschutzversicherungen tragen nur die gesetzlichen Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Aber auch das muss mir in diesem Zusammenhang egal sein: Sind Sie krank, gehen zum Arzt und nehmen eine Behandlung in Anspruch, die Ihre Krankenasse nicht bezahlt, schulden Sie dem Arzt trotzdem sein Honorar - oder Sie suchen sich einen, der Sie für „billig Geld“ behandelt oder aber Sie lassen es bleiben …

Rechtsanwalt Christoph Roland Foos, LL.M.
Rechtsanwalt & Fachanwalt für Erbrecht - Magister der Verwaltungswissenschaften
Gartenstraße 8 - D-76872 Winden / Pfalz - Telefon: +49 6349 962985 - Telefax: +49 6349 962987

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